Michael Streckbein

Michael Streckbein (geb. 1976) hat seine Wurzeln in Köln
und lebt zur Zeit  in Köln-Deutz,
wo er als Autodidakt fotografisch tätig ist.

In der Serie ‚Glass Scapes‘ nimmt der Künstler gebrochenes Glas als Ausgangsmotiv. Die Fotos sind Momentaufnahmen eines ganz bestimmten Augenblicks, in dem Licht und Schatten, oder auch ganz feine Nuancen der Farbreflektion impressionistisch eingefangen werden.

Doch es bleibt keine zufällige Aufnahme: in einem weiteren Arbeitsschritt werden sie subtil und mit dem Auge eines Malers digital überarbeitet. Ein Prozess in dem das Wesen der Bildoberfläche wichtiger wird als der Moment des Entstehens. Ähnlich wie in der Malerei wo der Maler Strich für Strich aus Form und Linie die Bildfläche füllt, benutzt der Künstler hier den Prozess der Reduktion. Mancher Farbton wird weicher, manche Linie stärker, bis die Bildfläche an sich ein Spiel mit Licht, Dunkel, Farbnuancen und Schatten eine eigene, in sich geschlossene Einheit bildet. So wird das Bild ein von Hand manipulierter Ausdruck des Empfindens und der Beobachtung des Künstlers, ohne sich vollkommen von seinem Ursprung als fotografisches Medium zu lösen.

Und innerhalb des Motivs des gebrochenen Glases kommt der subtile Ausdruck einer eigenen Landschaft mit organischen Formen und zerfließenden Farben zustande. Glaslandschaften.

»Der Gebrauch des Ausdrucks >Kunst-Medium< ist … irreführend, denn es ist der Künstler und nicht das Medium, das ein Kunstwerk schafft. In der Photographie ist es der Künstler, der der Form den Inhalt verleiht – durch eine Kombination von Ideen, Gedanken, Erfahrung, Einsicht und Verstehen.«
Edward Steichen, (1879 – 1973)

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www.michaelstreckbein.com